Soleirolia im Terrarium: der vollständige Steckbrief
Das Bubiköpfchen bildet in wenigen Wochen ein Polster aus winzigen runden Blättern. Licht, Feuchtigkeit, Schnitt und die Falle seiner Wuchskraft.

In diesem Ratgeber
Die Soleirolia, im Handel „Bubiköpfchen“ genannt, bildet binnen weniger Wochen ein dichtes Polster aus winzigen runden Blättern in zartem Grün. Sie ist der schnellste Bodendecker im geschlossenen Terrarium und mit Abstand der einfachste. Ihr einziger Nachteil ist ihre Wuchskraft: Ohne Schnitt überwächst sie ihre Nachbarn, und ihre eigene Mitte erstickt mit der Zeit.
Steckbrief
| Botanischer Name | Soleirolia soleirolii |
| Weitere Namen | Bubiköpfchen, Bubikopf, Korsisches Moos |
| Herkunft | Korsika, Sardinien, westlicher Mittelmeerraum |
| Größe unter Glas | 3 bis 8 cm hoch, unbegrenzte Ausbreitung |
| Wuchs | Sehr schnell |
| Geschlossenes Terrarium | Ja, sehr einfach |
| Offenes Terrarium | Im geheizten Innenraum nicht zu empfehlen |
| Licht | Hell und indirekt bis halbschattig |
| Luftfeuchtigkeit | Hoch |
| Temperatur | 12 bis 25 °C, verträgt Kühle |
| Schwierigkeit | Sehr leicht |
Was sie beiträgt
Einen durchgehenden Boden, und zwar sofort. Wo Moos mehrere Wochen braucht, um anzuwachsen und seine Fugen zu schließen, breitet sich die Soleirolia aus und deckt in einem Monat. Für eine Bepflanzung, die schnell fertig wirken soll, ist sie die wirksamste Wahl.
Ihre sehr feine Textur gibt denselben Maßstab wie die Selaginella, nur in hellerem Grün und mit stärker gewölbtem Wuchs. Sie schmiegt sich an das Relief, fällt über einen Stein und hängt an einer Wurzel herab.
Sie verträgt außerdem Kühle besser als andere Terrarienpflanzen: Ein Zimmer mit 15 °C im Winter stört sie nicht.
Licht
Hell und indirekt. Sie erträgt Halbschatten, doch ein Polster mit zu wenig Licht streckt sich und wird locker und blass statt dicht.
Keine direkte Sonne, die sie unter Glas binnen weniger Stunden verbrennt — siehe Terrarium zu warm.
Substrat und Einsetzen
Ein luftiges Terrariensubstrat, das etwas Feuchtigkeit hält. Spülen Sie den Ballen ab, teilen Sie ihn, wenn er groß ist, und legen Sie die Stücke flach auf, leicht angedrückt: Sie wurzeln am Kontaktpunkt an.
Viel braucht es nicht. Drei oder vier kleine Stücke decken in einem Monat eine Fläche von 15 cm.
Der Schnitt, unverzichtbar
Das ist der Punkt, den Sie sich merken sollten. Die Soleirolia hört von allein nicht auf:
- Sie überwächst langsame Pflanzen, die darunter vergeilen;
- sie klettert an die Scheibe, wo die Triebe im feuchten Kontakt faulen;
- ihre Mitte erstickt, sobald das Polster zu dick wird — kein Licht, keine Luft mehr, und die Stelle wird braun.
Schneiden Sie etwa alle zwei Monate mit der Schere. Bei einer braunen Mitte dürfen Sie ruhig flächenweise kurz abschneiden: Die Pflanze treibt binnen zwei bis drei Wochen aus der Basis wieder aus. Sie ist eine der wenigen Terrarienpflanzen, die man gefahrlos kräftig zurücknehmen kann.
Nehmen Sie die Schnittreste aus dem Terrarium: Bleiben sie liegen, zersetzen sie sich und füttern den Schimmel.
Häufige Probleme
Braune Polstermitte. Zu dickes Polster. Kurz zurückschneiden, der Neuaustrieb kommt schnell.
Lange Triebe und weit auseinanderstehende Blätter. Zu wenig Licht.
Polster welkt schlagartig. Wassermangel — sie meldet ihn als eine der Ersten. Siehe Terrarium zu trocken.
Weiche braune Basis, durchnässtes Substrat. Zu viel Wasser — siehe Terrarium zu feucht.
Womit sie sich kombinieren lässt
Mit allem, was Feuchtigkeit mag und schnell genug wächst, um nicht überdeckt zu werden: Fittonia, Ficus pumila, Farne. Vorsicht bei Peperomia und langsamen Pflanzen, die sie ohne Aufsicht erstickt.
Ein Hinweis zur Gestaltung: Mischen Sie sie nicht mit Moos auf derselben Fläche. Beide streiten um den Platz, und die Soleirolia gewinnt immer. Geben Sie ihr eine Seite und überlassen Sie dem Moos die andere.
Unsere Auswahl steht in der Abteilung Tropenpflanzen.
Quellen
Häufige Fragen
Wuchert die Soleirolia im Terrarium?
Sie wächst schnell und deckt alles zu, was sie erreicht. Im Gartenboden gilt sie als wuchernd. Unter Glas genügt ein Schnitt alle zwei Monate, um sie zu bändigen.
Kann man sie mit Moos verwechseln?
Von Weitem ja: Sie bildet ein dichtes Polster in ähnlichem Hellgrün. Von Nahem sieht man echte runde Blätter an feinen Trieben, während Moos weder Stängel noch Blätter im strengen Sinn hat.
Warum wird die Mitte meines Polsters braun?
Das Polster wird dicker und die Mitte bekommt weder Licht noch Luft. Schneiden Sie flächenweise kurz zurück: Die Pflanze treibt in zwei bis drei Wochen aus der Basis wieder aus.
Verträgt sie ein offenes Terrarium?
Im geheizten Innenraum schlecht: Sie welkt, sobald die Luft abtrocknet. Im geschlossenen Terrarium ist sie sehr einfach.




















