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Ratschlag

Futterhäuschen reinigen: wie oft und womit

Wöchentlich mit heißem Wasser und Seife, vollständig trocknen lassen vor dem Befüllen, was von Essig und Chlorbleiche zu halten ist, und wie man vorgeht, wenn Vögel krank wirken.

La rédactionVeröffentlicht am · 6 Min. Lesezeit
Mangeoire suspendue dans le feuillage

Ein Futterhäuschen im Einsatz wird jede Woche gereinigt, so die Empfehlung der LPO: abbürsten mit heißem Wasser und Kernseife oder Schmierseife, reichlich nachspülen, dann vollständig trocknen lassen, bevor neu befüllt wird. Handschuhe, eine nur dafür bestimmte Bürste und das Aufsammeln der zu Boden gefallenen Körner gehören dazu. In einem gewöhnlichen Garten ist kein Desinfektionsmittel nötig: Es ist die Regelmäßigkeit, die die Vögel schützt, nicht die Stärke des Mittels.

Warum dieser Handgriff mehr zählt, als man denkt

Ein Futterhäuschen versammelt an einer Stelle Vögel, die sich in der Natur nur selten begegnen würden. Sie hinterlassen dort Kot, Speichelreste und angefressene Körner. Die LPO nennt vier Krankheiten, die auf diesem Weg übertragen werden: die Trichomonadose, die Salmonellose, die Vogelpocken und die Fußräude. Die Trichomonadose trifft besonders Grünfinken und Buchfinken, und ein Krankheitsherd kann den Vogelbestand eines Gartens binnen weniger Wochen stark verringern.

Das Risiko steigt mit drei Faktoren: Feuchtigkeit, Vogeldichte und Alter der Körner. Es sinkt mit regelmäßiger Reinigung, mit Futtersilos, die das Futter vor Kot schützen, und mit der Verteilung der Fütterung auf mehrere Stellen, wie der Leitfaden wohin mit dem Futterhäuschen erklärt.

Wie oft, je nach Ausstattung

Der Richtwert ist wöchentlich während der gesamten Nutzungszeit. Einzelne Teile verlangen engere Abstände.

TeilHäufigkeitHandgriff
Futtersilo oder FuttersäuleJede WocheVollständig zerlegen, bürsten, spülen, trocknen
Offenes FutterbrettJede Woche und nach jedem RegenNasse Körner entfernen, trocken bürsten, dann waschen
ErdnussgitterJede WocheMaschen abbürsten, Krümel aus der Schale entleeren
Tränke und VogelbadWasser alle 2 bis 3 Tage wechseln, bei großer Hitze oder Frost täglich; wöchentlich bürstenBürste und klares Wasser, Seife nur bei hartnäckigen Ablagerungen
Boden unter dem FutterhäuschenJede WocheSchalen und heruntergefallene Körner aufsammeln

Zwei Hinweise ergänzen diese Tabelle. Während eines Tauwetters im Winter begünstigen Feuchtigkeit und Milde die Keime: Dann rückt man die Abstände enger. Zu Saisonbeginn und Saisonende ist eine gründlichere Reinigung fällig, vor dem Einlagern ebenso wie vor der Wiederinbetriebnahme.

Ein einfaches Mittel, diesen Rhythmus zu halten, besteht darin, ein Futterhäuschen nie über das hinaus zu füllen, was in drei oder vier Tagen gefressen wird. Der Behälter leert sich dann von selbst, und die Reinigung fällt ganz natürlich auf den Moment, in dem er leer ist, ohne dass Körner verdorben werden. Ein randvoll gefülltes Häuschen mit großem Fassungsvermögen bewirkt das Gegenteil: Es verleitet dazu, Wochen verstreichen zu lassen.

Die Vorgehensweise, Schritt für Schritt

Das Material und die Vorsichtsmaßnahmen für sich selbst

  • Handschuhe, grundsätzlich. Einige der beteiligten Bakterien, etwa Salmonellen, können auf den Menschen übergehen.
  • Eine nur dafür bestimmte Bürste, nie die vom Abwasch. Eine Bürste mit harten Borsten für glatte Flächen, eine Flaschenbürste für das Innere der Säulen.
  • Kernseife oder Schmierseife, in der großen Mehrzahl der Fälle nichts weiter.
  • Ein Eimer und eine Wasserstelle im Freien. Gereinigt wird draußen, nicht in der Küchenspüle.
  • Sich die Hände waschen, sorgfältig, sobald die Arbeit erledigt ist.

Futterhäuschen, die sich ohne Werkzeug zerlegen lassen, sparen viel Zeit: Ein Vorratsbehälter, der sich von seiner Schale trennt, lässt sich wirklich ausbürsten, anders als ein Modell aus einem Stück, bei dem der Boden unerreichbar bleibt.

Die sieben Handgriffe, der Reihe nach

  1. Vollständig leeren. Die restlichen Körner wandern nicht zurück in den Sack: Was mehrere Tage draußen gelegen hat, kommt auf den Kompost oder in den Abfall.
  2. Zerlegen, was sich zerlegen lässt: Deckel, Sockel, Schale, Sitzstangen, Vorratsbehälter.
  3. Trocken abkratzen, mit einem Holzstück oder einem Spachtel, bevor Wasser ins Spiel kommt. Eine angefeuchtete Kruste wird zu einer Paste, die schwer zu entfernen ist.
  4. Mit heißem Seifenwasser waschen und dabei alle Flächen bürsten. Bei einer Säule fährt man mit der Flaschenbürste über die ganze Höhe und arbeitet rund um die Öffnungen nach, wo die Körner verklumpen.
  5. Reichlich mit klarem Wasser nachspülen, bis kein Schaum mehr zu sehen ist. Ein Seifenrest macht die Körner bitter und kann aufgenommen werden.
  6. Vollständig trocknen lassen, an der Luft, mehrere Stunden lang. Ein feucht befülltes Häuschen schimmelt in zwei Tagen und macht die ganze Arbeit zunichte.
  7. Den Boden absammeln, Schalen und heruntergefallene Körner, und die Futterstelle hin und wieder um ein bis zwei Meter versetzen.

Eine Säule aus Edelstahl und Polycarbonat verträgt diese wiederholte Behandlung gut, sofern kein kochendes Wasser über die durchsichtigen Teile gegossen wird: Sehr heißes Wasser bleibt dem Holz eines Nistkastens vorbehalten, nicht dem Kunststoff eines Futterhäuschens.

Vier Fehler kommen immer wieder vor:

  • Nachfüllen, ohne zu leeren. Die alten Körner bleiben unten liegen und verderben dort, unter einer Schicht frischer Körner.
  • Halb nachspülen. Die Seifenreste landen im Futter.
  • Befüllen, bevor alles trocken ist. Das ist der Handgriff, der alles andere zunichtemacht.
  • Den Boden vergessen. Unter dem Häuschen sammeln sich Schalen, Kot und gekeimte Körner, wo die Vögel trotzdem picken.

Essig, Chlorbleiche, Desinfektionsmittel: was davon zu halten ist

Heißes Wasser und Seife genügen in einem Garten, in dem kein kranker Vogel beobachtet wurde. Das ist die Haltung der LPO, die für den laufenden Gebrauch kein Desinfektionsmittel empfiehlt.

Verdünnter Haushaltsessig ist eine vertretbare Alternative, um Kalk aus einer Tränke oder Ablagerungen von einem Futterbrett zu lösen. Er verlangt sorgfältiges Nachspülen und ersetzt nicht das Bürsten, das die eigentliche Arbeit leistet.

Chlorbleiche hat nur in einem genau umrissenen Fall ihren Platz: nach einem nachgewiesenen Krankheitsgeschehen, auf nicht porösem Material. Sie wird stark verdünnt, sehr reichlich nachgespült und verlangt eine lange Trockenzeit. Zwei absolute Regeln: sie niemals mit einem anderen Mittel mischen, Essig eingeschlossen, sonst entstehen giftige Gase, und sie niemals an einer Tränke verwenden, deren Wasser unmittelbar getrunken wird.

In jedem Fall auszuschließen sind: parfümierte Haushaltsreiniger, handelsübliche Flächendesinfektionsmittel und jedes Holzschutzmittel, das auf ein im Einsatz befindliches Futterhäuschen aufgetragen wird.

Eine Tränke reinigen: andere Regeln

Eine Wasserstelle behandelt man nicht wie ein Futterhäuschen. Das Wasser wird so getrunken, wie es ist, und in der Sonne bildet sich schnell ein grünlicher Film.

  • Das Wasser alle zwei bis drei Tage erneuern, bei großer Hitze ebenso wie bei Frost täglich.
  • Die Schale einmal pro Woche mit klarem Wasser bürsten. Seife ist nur nötig, wenn Ablagerungen standhalten, und wird dann sehr sorgfältig abgespült.
  • Keine Chlorbleiche, kein Algenmittel, kein Salz und kein Frostschutz im Winter: Diese Mittel sind für Vögel gefährlich.
  • Bei starkem Frost leeren, wenn die Schale aus Steinzeug oder Keramik ist, die das Eis sprengen kann, und am Morgen wieder Wasser einfüllen.

Die Wahl des Gefäßes, seine Tiefe und sein Standort stehen im Einzelnen im Leitfaden eine Wasserstelle für die Vögel.

Wenn Vögel krank wirken

Ein reglos sitzender, aufgeplusterter, teilnahmsloser Vogel, der beim Schlucken Mühe hat oder am Boden neben dem Futterhäuschen bleibt, muss aufhorchen lassen. Das von der LPO empfohlene Vorgehen ist eindeutig:

  1. Jede Fütterung vier Wochen lang einstellen, damit sich die Vögel verteilen und einander nicht weiter anstecken.
  2. Die Körner und das Wasser wegwerfen, die verunreinigt sein können.
  3. Das gesamte Material sorgfältig reinigen, mit Handschuhen, bevor es eingelagert wird.
  4. Sich bei einem Vogelschutzverband erkundigen, der die Krankheit bestimmen und das weitere Vorgehen angeben kann.

Die Reinigung der Nistkästen folgt dagegen einem anderen Kalender: Sie findet einmal im Jahr statt, nach der Brutsaison, und niemals während der Brutzeit. Die Vorgehensweise steht in einen Nistkasten reinigen. Für den übrigen Fütterungskalender siehe Vögel im Winter füttern.

Futterhäuschen, Silos, Körner und Tränken sind in der Rubrik Vögel zusammengefasst.

Quellen

Häufige Fragen

Kann man ein Futterhäuschen in der Spülmaschine reinigen?

Davon ist abzuraten. Holzteile vertragen das nicht, die Hitze kann Kunststoff verformen, und Vogelzubehör sollte aus Hygienegründen nicht die Spülmaschine des Haushalts mitbenutzen. Eine Handwäsche draußen, mit heißem Seifenwasser und Bürste, bleibt die richtige Vorgehensweise.

Muss man ein Futterhäuschen reinigen, bevor man es am Saisonende einlagert?

Ja, und es ist die wichtigste Reinigung des Jahres. Vollständig zerlegen, waschen, spülen und mehrere Tage trocknen lassen, bevor es trocken eingelagert wird. Ein feucht eingelagertes Häuschen schimmelt den Sommer über und startet im nächsten Winter mit bereits vorhandener Keimlast.

Was tut man mit den Körnern, die im Futterhäuschen geblieben sind?

Trockene und saubere Körner können in den nächsten Tagen noch gefressen werden, aber sie wandern nie in den Vorratssack zurück. Sobald sie feucht, verklumpt, staubig oder mit Kot behaftet sind, werden sie weggeworfen. Verschimmelte Körner können Giftstoffe bilden, die für Vögel gefährlich sind.

Reinigt man ein Futterhäuschen aus Holz wie eines aus Metall?

Das Prinzip ist dasselbe, die Vorsicht unterscheidet sich. Holz ist porös: abbürsten, ohne es zu durchnässen, nicht einweichen lassen und die Trockenzeit verlängern. Weder Lack noch Lasur auftragen. Metall und Glas sind nicht porös und lassen sich kräftiger waschen und abspülen.

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